Erfolgreicher Bildungstag in Kreuzlingen

Wegen des Wachstums, dass die Jungpartei in den letzten Monaten verzeichnen konnte, organisierten die Thurgauer JungsozialistInnen einen Tag, um Mitglieder und Interessierte politisch zu bilden.

Über dreissig Genossinnen und Genossen fanden vergangenen Samstag den Weg in den Horst Klub in Kreuzlingen zum Bildungstag der Juso Thurgau. An einem Tag, an dem zur gleichen Zeit in der Nähe von Rapperswil die „Partei national orientierter Schweizer“ neue Ostschweizer Sektionen gründen wollte, ist die Präsenz einer starken Juso wichtiger denn je. Dies betonte auch Juso Schweiz Präsidentin Tamara Funiciello, die als Gastrednerin nach Kreuzlingen gereist war. „Wir müssen uns und all unseren MitstreiterInnen immer wieder klar machen, dass die Geschichte nicht linear verläuft, dass nicht alles einfach immer besser wird. Nur wenn wir gemeinsam aufstehen und klar gegen Rechtsextremismus auftreten, können wir diesem auch Einhalt gebieten.“
Als Reaktion auf die aktuellen Veranstaltungen von Rechtsextremen in der Region sammelten die anwesenden Spenden für die Opfer rechter Gewalt.

Tanzverbot abschaffen und Volksschulinitiative verhindern

Im ersten Teil des Nachmittages widmeten sich die JungenossInnen der Lokalpolitik. SP-Präsidentin Nina Schläfli nahm sich die Zeit, über aktuelle Themen zu informieren und beantwortete die Fragen der JungenossInnen. Zusammen mit Lukas Auer von der jungen CVP besprach man die Ereignisse rund um die Petition zur Abschaffung des Tanzverbotes im Kanton Thurgau und plante das weitere Vorgehen. In den nächsten Wochen soll mit den anderen interessierten Jungparteien ein Komitee gegründet werden, um die überparteiliche Zusammenarbeit zu diesem Thema zu koordinieren. Für einmal ist es im Interesse fast aller Thurgauer Jungparteien, dass man nicht nur am selben Strick, sondern auch in die selbe Richtung zieht. Um Regierung und Parlament von dem Anliegen zu überzeugen, zieht man in Erwägung, einen Tanzkurs für GrossrätInnen und RegierungsrätInnen zu organisieren, denn wer tanzen kann, tanzt auch gerne mal an einem Buss- und Bettag.

Auch thematisiert wurde die Initiative „Ja zu einer gutenThurgauer Volksschule“. Einen detaillierten Einblick in den Lehrerinnen und Schulalltag konnten hier die Lehrerinnen und Lehrer aus den eigenen Reihen bieten. Wie gefährlich und ewiggestrig die Initiative mit dem verlockenden Namen tatsächlich ist, wurde einigen erst bei genauerem hinsehen und hinhören bewusst. Als Jugendpartei liegt die Bildung der Juso besonders am Herzen, deshalb plant die Juso Thurgau bis zur Abstimmung mit einer Aktion auf das Thema aufmerksam zu machen. Auch hier bot sich gleich die Hilfe weiterer Jungparteien an.

Die Lernenden der Juso berieten das weitere Vorgehen für die Verbesserung der Lehrbedingungen. Die Präsenz an den Berufsschulen hat für einen Zustrom diverser Lernenden aus verschiedenen Branchen in die Juso gesorgt, das Werben von Lernenden in die Juso hat weiterhin hohe Priorität. Ausserdem muss der Kontakt zum Thurgauer Berufsbildungsamt weiter gepflegt werden, um eine wirksame Kontrolle der Lehrbedingungen zu erreichen. Kantonsparlamentarierin Nina Schläfli wurde beauftragt, im Grossen Rat detaillierte Informationen einzuholen.

Für rote Bildungsinhalte sorgten die beiden Workshops zu den Themen „Sozialismus und Frauenbewegung“ und „Einführung in den Marxismus“ geleitet durch Juso-Mitglieder. Eine gute parteiinterne Bildung ist die Basis für eine erfolgreiche Arbeit als Juso. Die Workshops wurden interessiert mitverfolgt und die Debatten im geselligen Teil des Abends weitergeführt.

Um den Worten auch gleich Taten folgen zu lassen, fand nach dem gemeinsamen Essen eine Aktion zur Atommausstiegs-Initative statt. Der aufblasbare Kühlturm der Allianz Thurgau für den Atomausstieg prangte auf dem Platz gegenüber des Kreuzlinger Rathauses.

Den restlichen Abend liess man in geselliger Runde mit Musik und einigen Drinks ausklingen.

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