Neun Samichläuse an der GV der Credit Suisse
 

Wer glaubt an den Samichlaus?

Sami Niggi Näggi – neun Samichläuse besuchten heute unverhofft die Generalversammlung der Credit Suisse im Zürcher Hallenstadion. Grund: der Vergütungsbericht der Grossbank. Dieser sieht vor, dass die Führungsriege der CS insgesamt 150 Millionen Franken zugeschanzt bekommt. Allein Konzernchef Brady Dougan soll 71 Millionen Franken Boni erhalten. Damit kommt er auf einen Lohn von insgesamt 91 Millionen. Das ist absurd. Genau so absurd wie Samichläuse Ende April an der GV einer Grossbank. Aber wer glaubt, dass Brady Dougan diese 91 Millionen wirklich verdient hat, glaubt wohl auch noch an den Samichlaus.

Die AktionärInnen der CS täten gut daran, den Vergütungsbericht deutlich abzulehnen. Dies geschieht aber nicht – leider. Ausser einigen Kleinaktionären stimmt kaum jemand dagegen und auch das unsägliche Depotstimmrecht wird dafür sorgen, dass die GV dem Verwaltungsrat nicht dreinredet. Und auch wenn: das Resultat des Votums bliebe ohne Bedeutung, denn es handelt sich dabei nur um eine Konsultativabstimmung. Für den Verwaltungsrat ist sie ohne Belang. Einzig die 1:12-Initiative kann hier Abhilfe schaffen. Denn nur sie legt klare Spielregeln fest, an die sich alle  zu halten hätten. Auch Brady Dougan.

Ob Brady Dougan selber wirklich glaubt seine 91 Millionen Lohn seien verdient oder gerecht, weiss ich nicht. Ein Fortschritt wäre es nur schon, wenn er an den Samichlaus glauben würde. Vielleicht wäre er dann zur Abwechslung einmal brav.

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